FAZettelt (oder die 32 Kreise des Wahnsinns)

Aus irgendeinem Grund fand die FAZ vor einigen Tagen, es sei wieder einmal an der Zeit, die Kinder-Debatte zu führen. Liest man die Artikel der letzten Tage hintereinander weg, drängt sich der Eindruck auf, man hätte das ganze Thema nur aufgebracht, um verschiedene Level des Blödsinns durchzuspielen. Verzweifelt versucht die geneigte Leserin, irgendeine Linie darin zu erkennen. Vergeblich. Schließlich findet sich dann aber doch wenigstens ein erkennbares Muster: Frauen äußern sich zum Thema Kinder und Familie – Männer kommen und erklären ihnen, dass das ja nun wirklich alles unsinnig sei.

Es begann am 6. Januar. Da schnappatmete Antonia Baum unter der Überschrift „Man muss wahnsinnig sein, heute ein Kind zu kriegen“ vor sich hin. Sie ist selbst kinderlos, denn obwohl sie wirklich, wirklich Kinder wolle, habe sie doch „wahnsinnige Angst“, welche zu bekommen, die Herausforderung scheine ihr einfach zu groß, der Anblick gestresster junger Eltern zu abschreckend. Nun ja, ein bisschen aufgeregt das alles. Aber trotzdem werden immerhin einige reale Probleme und nicht völlig unberechtigte Ängste junger Frauen angesprochen.

Prompt erscheint zwei Tage später die beschwichtigende Antwort von Stefan Schulz. „Ihr wollt Kinder? Dann kriegt sie doch!“ rät er verständnisvoll jungen Frauen. Alle Besorgnis nur Hysterie, überdrehter Anspruch an sich selbst und – Fehlinformationen in der Eltern-Ratgeberliteratur. Denn darin sei im Prinzip alles falsch. Um seine eigene Kompetenz als positives Beispiel dagegenzuhalten, erfreut uns Schulz mit Weisheiten wie der, dass es „ohnehin normal“ sei, „dass mit Kindern im ersten halben Jahr wenig anzufangen ist.“ Sie machten es einem einfach, indem sie einfach nur „herumlägen“. Und Väter sollten auch nicht traurig sein, dass „ihre Kinder sich im ersten Jahr von ihnen fast nie, von der Mutter aber immer beruhigen lassen“.

Mit diesen Erkenntnissen kommt Schulz zu dem Ergebnis, dass Kinderhaben schon anstrengend sei, aber: „es war nie so leicht wie heute“. Es ist nicht schwer, sich vorzustellen, dass es für ihn mit seinem Ansatz der einfach nur herumliegenden Säuglinge, mit denen zumindest der Vater nicht viel zu tun hat, tatsächlich recht einfach ist, Kinder zu haben.

Was aber ist mit den finanziellen Nöten junger Familien? Auch das alles halb so wild, meint Schulz:

Wer aber tatsächlich seine Familie als Wirtschaftseinheit betrachtet, lebt im falschen Jahrhundert. Allenfalls in den ärmsten Ländern leiden Menschen noch unter einer Not, die dieses Denken erforderlich macht.

Ja, nur in der ärmsten Ländern ist es wohl notwendig, dass Journalisten, die bei einer der größten überregionalen Tageszeitungen schreiben, sich solche Gedanken machen müssen. Aber Schulz denkt auch an die nicht so gut Betuchten in Deutschland:

Selbst bei prekärer Beschäftigung muss kaum jemand länger als ein halbes Jahr arbeiten, um sich neben allen laufenden Kosten einen Wäschetrockner und einen Geschirrspüler leisten zu können.

Na, dann ist ja alles bestens. Und so wäre der Fall für die FAZ wohl wieder erledigt gewesen. Aber nun meldete sich nochmal eine Frau zu Wort, diesmal ungefragt. Nämlich die neue Familienministerin Manuela Schwesig, die offenbar auch denkt, dass es für junge Familien in Deutschland nicht einfach sei. Deshalb ihr Vorschlag: Die 32-Stunden-Woche für Eltern – bei gleichem Lohn.

Die FAZ reagierte wieder prompt. Zwei Herren dürfen sich pro und contra äußern. Patrick Bernau argumentiert in seinem Kommentar gegen den Vorstoß der Ministerin. Die Möglichkeit, weniger zu arbeiten bei gleichem Lohn, das bringe nichts, denn viele Deutsche arbeiteten ja jetzt bereits viel länger, als sie bezahlt würden:

Ob hoch entlohnt oder prekär beschäftigt – Millionen von Deutschen arbeiten mehr, als im Tarif- oder Arbeitsvertrag steht.

Sie könnten also rein rechtlich jetzt schon weniger arbeiten bei gleichem Lohn. Täten sie aber nicht. Weil ihnen Arbeit wichtiger sei als Kinder. Nun soll ja aber die Möglichkeit der Arbeitszeitreduzierung auch die Akzeptanz für kürzere oder flexiblere Arbeitszeiten erhöhen. Auch hier hat Bernau eine Antwort. Leider widerspricht sie dem, was er noch einen Absatz früher gesagt hat:

Ob Spanien, Italien, Griechenland – in vielen Ländern arbeiten die Leute mehr als in Deutschland und bekommen trotzdem mehr Kinder.

Also arbeiten denn die Deutschen nun so viel und so gern, oder sind sie die Faulpelze Europas? Und gleichzeitig auch die Kindermuffel, denn die Spanier, Italiener und Griechen schafften es ja auch, sich fortzupflanzen? Herr Bernau hat die Antwort auf diese schwierige Frage. Nicht Kindergartenplätze, nicht gleichberechtigtere Partnerschaften und auch nicht verkürzte Arbeitszeiten seien nötig. Nur den Anspruch müsse man senken:

Für zusätzliche Kinder braucht es keine steuerfinanzierte 32-Stunden-Woche. Stattdessen muss Deutschland von dem Anspruch runterkommen, dass man in allen Lebensbereichen perfekt sein muss. Eltern müssen sich selbst entscheiden können, ob sie zu Hause bleiben wollen, Teilzeit arbeiten oder ranklotzen.

Ach so. Wenn sich Eltern „selbst entscheiden können“, ohne von Deutschlands Perfektheitsanspruch bedrängt zu werden, dann wird schon alles gut. Man wird den Verdacht nicht los, dass Patrick Bernau selbst noch nicht in der Situation war, sich um Kind und Beruf gleichzeitig kümmern zu müssen. Wie sonst kommt man zu der naiven Annahme, wenn nur irgendein „Anspruch“ wegfiele, blieben keine Probleme mehr? Etwa die, dass man einerseits einer Arbeit nachgehen muss, nicht unbedingt nur, weil man „ranklotzen“ will, sondern weil man das Geld braucht – unter anderem für das Kind? Oder dass man andererseits zu Hause bleiben muss, weil kein Betreuungsplatz für das Kind zu finden ist?

Alles in allem also in weiterer Kommentar von jemandem, der beim besten Willen kein Problem erkennen kann. Die Vermutung, dass das vielleicht daran liegt, dass er offensichtlich nicht betroffen ist – aber nein, das wäre zu gemein. Was hat jetzt also noch gefehlt in der Debatte? Richtig, noch ein Mann mit einträglicher Beschäftigung und dem Privileg, nicht hauptverantwortlich für die Kinder zu sein. Aber es kann ja nun eigentlich nur noch besser werden, denn jetzt kommt der Pro-Kommentar – also jemand, der die Probleme von Eltern ernst nimmt und deshalb den Vorschlag der Ministerin befürwortet.

HA! Reingelegt! Denn dort, im Pro-Kommentar von Martin Hock geht es erst richtig ab – und hier bleibt man nicht bei Vagheiten stehen, hier werden endlich wieder ganz konkret Menschen diffamiert. Eltern und Erzieher sind natürlich die, die den Kindern das Leben zur Hölle machen. Völlig ironiefrei beklagt Hock das unmenschliche System:

…wenn also überhaupt einer Kinder bekam, dann ab mit dem Nachwuchs in die Kita, möglichst schnell, möglichst lang und am besten gleich noch über Nacht!

Dass in Deutschland Kitaplätze fehlen, mehr als 200.000 Stück wohlgemerkt, dass ein Großteil der betreuten Kinder bei Tageseltern untergebracht sind, die Betreuungszeiten anbieten, die den Eltern höchstens einen Teilzeitjob erlauben, das weiß er offensichtlich nicht – vielleicht, weil er noch nie auf einen Kitaplatz angewiesen war, um seinem Beruf nachgehen zu können?

Die karrieregeilen Abschiebemonster, die Herr Hock beschreibt – der ja selber offensichtlich auf eine Karriere verzichtet hat und nun sein bescheidenes Dasein als FAZ-Kommentator fristen muss – erinnern ihn an

…die großbürgerlichen Familien früherer Jahrhunderte. Hier präsentierten die Gouvernanten und Ammen den Eltern am Sonntag die Kinder frisch gewaschen und im besten Ornat. Dann wussten die Eltern wenigstens, wie ihre Sprößlinge aussahen, bevor sie im Internat verschwanden.

Ja, das ist eine der ersten Assoziationen, die man hat, wenn man die abgehetzten Mütter sieht, die von ihrem Arbeitsplatz herbeigeeilt kommen, um ihre Kinder abzuholen. Ein Wunder, dass sie die überhaupt erkennen. Sie sind schließlich bei einer 40-Stunden-Betreuung in der Woche nur noch 128 Stunden pro Woche mit ihren Kindern zusammen. Dass da die Kinder mit diesen Müttern überhaupt mitgehen! Aber was bleibt ihnen anderes übrig, denn Kindergärten und Schulen sind ja nun erst der echte Horror, denn:

Die abgeschobenen Kinder von heute müssen sich mit einer Vielzahl von Erzieherinnen und Lehrerinnen herumschlagen. Das sind heute fast nur noch Frauen – für Jungen ist das ein riesiges Problem.

Frauen! Auch das noch! Ja, gibt’s denn so was! Die armen Jungen. Zu Hause würden sie ja viel besser betreut, von der liebenden Mutter, ach, äh, nee, ist ja auch eine Frau, na, Schwamm drüber, wollen wir das Thema hier lieber nicht weiter vertiefen.

Tja, wenn man also denkt, die analytische Flachpfeiferei sei nicht mehr zu unterbieten, dann hat man eben nicht mit der FAZ gerechnet. Denn wenn die Argumente ausgehen, kann man ja immer noch ein bisschen auf denen herumhacken, über deren Probleme man sich so großzügig herabgelassen hat, etwas zu schreiben.

Wir halten fest: Frauen, Eltern, prekär Beschäftigte, Niedriglohnarbeiter/innen, Alleinerziehende! Regt euch nicht so auf. Es ist alles nicht so schlimm. Beziehungsweise, es ist schon schlimm. Vor allem die Erzieherinnen. Aber es wird alles gut, wenn die Frauen einfach wieder zu Hause auf die Kinder aufpassen und ihre Ansprüche zurückschrauben. Die Männer von der FAZ erklären euch schon, wie man das richtig macht.

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31 Kommentare

  1. Treffer. Versenkt.

  2. Himmel. Hab ich gelacht!

    Danke

  3. […] ich also gefragt werde, ob mich Texte wie dieser denn persönlich interessieren, fliege ich kurz drüber und denke: Ja, interessiert mich, aber […]

  4. Fremdschäm.

  5. Bissig und klug zusammengefasst – ich liebe diese Kombination.
    Danke!

  6. Schade, dass frühe Kindertagesbetreuung einen gewaltigen Haken hat, sie ist so stressbelastend für Kleinkinder, dass man sie als unbeabsichtigte Misshandlung bezeichnen muss.

    1. astefanowitsch · · Antwort

      @ Doro Böhm: Schade, dass Ihre Wortwahl („Misshandlung“) schon zeigt, dass Sie zu keiner seriösen Diskussion fähig sein werden. Ihre Behauptung hat nämlich einen gewaltigen Haken: Sie ist schlicht falsch und lässt sich nur durch mutwillige Fehlinterpretation methodisch ohnehin fragwürdiger Studien belegen. Dr. Mutti hat sich damit übrigens hier schon einmal befasst.

  7. Ich muss gestehen, ich fand den Artikel von Schulz ganz gut. Ich teile das Empfinden, dass die meisten Leute sich viel zu schnell ins Bockshorn jagen lassen. Mir haben im Vorfeld der Geburt des F. dermaßen viele Leute Horrorgeschichten erzählt, wie das Zusammenleben mit dem kleinen Kerl aussehen würde. Davon ist komplett nichts eingetreten. Und was das erste halbe Jahr angeht, habe ich das exakt so empfunden. F. hat geschlafen oder auf einer Decke herumgemaunzt und alle paar Stunden wurde er mal gestillt. Gott, habe ich viel gelesen!

  8. Ihr könnt den bösen blöden Männern ja auch einmal zuhören, ohne es sofort und sexistischerweise zu abzutun.

  9. DANKE! Wie wäre es mit einer Karriere bei der FAZ? 😉

  10. ein paar männer im umfeld (verwandte, bekannte, freunde) sind kurz vor oder nach mir ebenfalls vater geworden. den meisten hab ich das gleiche geraten: betreut das kind mal einen ganzen tag alleine, am besten mindestens 24 stunden – man kann sonst einfach nicht nachvollziehen, wie zehrend das sein kann.
    wobei ich zugeben muß: die ersten monate war es wirklich ganz entspannt, vom schlafentzug abgesehen. aber da war die frau ja auch noch mit in elternzeit.

  11. […] FAZettelt (oder die 32 Kreise des Wahnsinns): […]

  12. Es soll gerade bei alleinerziehenden Mütter wirklich ein großes Problem für die Jungen sein, dass sie nur von Frauen umgeben sind, sei es zu Hause oder in der Schule / Kindergarten. Den Jungen sollen damit Rollenmodelle fehlen.

    1. „Sollen“. Ja, so „soll“ es nach Willen einiger Leute sein. Die Frage wäre, ob es so ist. Und hier würde ich dann mal ein paar wirklich stichhaltige, handfeste Fakten sehen wollen. Denn man fragt sich doch, was den Jungen denn an Vorbildern fehlen soll, wenn sie von Menschen umgeben sind, die alle Dinge des Lebens bewältigen. Denn auf stereotypes weibliches Rollenverhalten kann sich ja keine Alleinerziehende zurückziehen.

      1. Irgendwo werden Erziehungswissenschaftler ihre Erkenntnisse herhaben.

        Und ich finde es arg vermessen zu behaupten, man hätte einen größeren Überblick als Experten.

        Außerdem geht es bei alleinerziehenden Müttern so ganz nebenbei darum, ob sie sich stereotyp verhalten, sondern dass sie einem Jungen kein Rollenmodell anbieten können. Und dass oft bis zur weiterführenden Schule niemand da ist, der diese Rolle ausfüllt.

      2. Ja, deshalb finde ich ja Ihre Behauptung auch vermessen. Wenn Sie meinen, Sie beziehen sich auf erziehungswissenschaftliche Forschungsergebnisse, dann verweisen Sie bitte nachvollziehbar darauf.

      3. Zu den Jungs von Alleinerzieherinnen – nicht alle haben ein Problem, klar. Aus meiner bescheidenen langjährigen Erfahrung sind es aber überdurchschnittlich Jungs aus Alleinerzieherinnenhaushalten, die austicken. Ich habe es während meiner eigenen Alleinerzieherinnenkarriere gesehen, wie sehr mein Sohn darunter gelitten hat, dass ihn sein Vater einfach nicht anerkannt, sondern völlig ignoriert hat. Das hat echt Schäden verursacht.

        Ich möchte das NICHT so verstanden haben, dass dann die Mütter „schuld“ an solchen Problemen sind und irgendwas „falsch“ machen. Ich möchte viel mehr, dass in der Gesamtgesellschaft ein Bewußtsein dafür geschärft wird, wie wichtig es ist, dass sich Väter AKTIV und AUSDAUERND in die Erziehung ihrer Söhne einbringen (Töchter sicher auch, aber die sind, da sie meist stiller leiden, nicht so auf meinem Radar).Und bitte, Männer, kommt mir nicht mit „Ja, wir würden ja eh, aber die bösen Mütter nehmen uns die Kinder weg.“ Ich kenne wesentlich mehr Fälle, in denen Mütter händeringend versuchen, die Väter zu irgendeinem Interesse an ihren Kindern zu bewegen als Fälle, in denen Mütter versucht haben, das zu unterbinden (ehrlich gesagt, kenne gar keine solchen Fälle, aber in dubio…).

    2. Wenn Söhne von Alleinerziehenden solche Probleme mit fehlenden Rollenvorbildern haben, können wir die Kinder der Erfolgsmenschen mit 70-Stunden-Wochen, die ihre Kinder sonntags mal ein paar Stunden sehen, für die Zukunft wohl auch abschreiben, was?

  13. Booooster · · Antwort

    Was mich besonders fuchsig macht…Bernau ist auch noch ein… Entschuldigung Herr Bernau: Idiot. Wer sich erlaubt in einer Tageszeitung zu schreiben, der sollte halbwegs die Fakten kennen:
    Current Fertility Rates
    GER 1,41
    ITA 1,31
    ESP 1,31
    GRE 1,37
    (Errechent per Wolfram Alpha)

    NIx da, mehr Kinder. Das ist eine romantische Vorstellung aus den 60ern. Die junge Leut‘ in den Südländern können sichn ämlich nicht so gut vorstellen, ein Kind ohne Job und ohen Betreuung großzuziehen.

    Nicht, dass das nicht schon hunderte Male in ernsthaften Zeitungen gestanden hätte. Von FAZ, Economist, Süddeutsche.
    Schauderhaft., so ein Geschreibsel.

  14. greenbowlerhat · · Antwort

    Ich stimme Ihnen zu, Mdme Baum schreibt wirres Zeug. Ich wusste am Ende nicht, was sie eigentlich wollte, nur, dass es irgendwie um sie ging und Betroffenheit und alles kompliziert und so.
    Demgegenüber fand ich den Beitrag von Schulz in der FAS eigentlich auf den Punkt. Das Gejammere der Leute hat mittlerweile schon eine eigenartige Qualität bekommen. Da lebt man in einem der sichersten, wohlhabendsten Länder der Erde, mit recht guter medizinischer Versorgung, vergleichsweise sauberem Wasser, Luft, undrecht frei zugänglichen Bildungseinrichtungen. Kinderkriegen ist hierzulande ein überschaubares Risiko. Ja, es ist eine fundamentale Änderung des bisherigen Lebens. Aber es wird in den meisten Fällen gut gehen, nur geht es halt nicht so weiter wie bisher.
    Und zur ach so wichtigen 32 Stunden Woche: wer glaubt, dass dadurch Freiräume entstehen, der irrt sich. Es wird passieren, was die meisten Teilzeit-Arbeiter und Angestellten beobachten: Man bekommt den auf die Teilzeit entfallenden Bruchteil des Vollgehalts, arbeitet de facto aber mehr. Sehr viel mehr, denn da spielen Ängste um den Arbeitsplatz wie zunehmende Erhöhung des Arbeitspensums eine Rolle. M. Wehrle hat das in „Bin ich hier der Depp“ stellenweise langatmig und polemisch, in der Sache aber zutreffend beschrieben. Man schafft durch solche Modelle nur weitere Spielräume und Anreize, die Leute noch stärker auszubeuten, denn ich glaube durchaus, dass kaum einer außerhalb des Raums „öffentlicher Dienst“ jedweder Couleur und einiger Teile von staatsnahen Großkonzernen bei seiner 40 oder 42h Woche bleibt.

  15. […] jüngsten FAZ-Texte zu Elternschaft ist, dass Dr. Mutti sehr unterhaltsam kommentiert hat. ‘FAZETTELT (ODER DIE 32 KREISE DES WAHNSINNS)‘ lautet der Titel ihres […]

  16. Hat dies auf RemmiDemmi Circus rebloggt und kommentierte:
    Die FAZ … Kinderdebatte. Es hat fast schon humoristische Züge …

  17. […] Die Verleger jammern ja gerne über die “Kostenloskultur im Internet”, aber ein Viertel der Nutzer zahlt schon jetzt 13,60 im Monat für Inhalte. Und ein Drittel der Befragten findet die Bezahlung zu kompliziert. Meine Meinung: Mit guten unternehmensübergreifenden Bezahlmethoden könnte noch viel mehr Geld verdient werden. Und mit besseren Inhalten natürlich auch! Also nicht Journalismus wie er grade in der FAZ betrieben wurde… […]

  18. […] solcher phantastischer Männer, die sicher alle bald bei der Nido als Vorbilder auf der Titelseite und heute schon bei Dr. Mutti im Blog stehen, so wunderbar packen sie es an, stört es sicher nicht, wenn es eine gibt, die einfach keine […]

  19. Eigentlich ein leicht männerfeindlicher Artikel 🙂
    Aber ich stimme Dir zu: Man(n) sollte nicht über Dinge schreiben, von denen man(n) keine Ahnung hat. Ich bringe Zoe morgens zum Kiga und meine Frau holt sie Nachmittags ab – allerdings nur wenn ihr Zug pünktlich fährt, sonst rettet uns nur noch der hier glücklicherweise vorhandene Spätdienst, durch den allerdings auch Kiga-Gebühren von jenseits der 300 Euro zusammenkommen. Aber Kinder sind ja keine finanzielle Belastung…

  20. […] Ich muss verrückt sein – das meint zumindest die FAZ. Denn wer Kinder hat, scheint debil zu sein. “Man muss wahnsinnig sein, heute ein Kind zu kriegen”, meint Frau Baum. Dr. Mutti hat auf den Text passend geantwortet: FAZettelt (oder die 32 Kreise des Wahnsinns) […]

  21. […] Da diskutiert die FAZ gerade lang und breit, warum die Deutschen denn nun (keine) Kinder bekommen. Angestoßen natürlich vom Herrn Asmussen, dem sich blitzschnell auch Frau von der Leyen, unsere Familienministerin und Herr Gabriel anschlossen. Wer hier nicht auf dem Laufenden ist: Dr.Mutti liefert eine scharfzüngige Zusammenfassung. […]

  22. […] scheinbar unerschöpfliche Traffic-Quelle gefunden (Links siehe unten).  Dazu gibt es bereits von Dr. Mutti und Mama notes lesenswerte Antworten und ich möchte dazu nur einen kleinen Aspekt ergänzen: Hat […]

  23. Rosalie · · Antwort

    Danke sehr. Wie wahr wie wahr. Dabei würde ich es wirklich gerne sehen, wenn sich mehr wirklich betroffene Männer zu Worte melden würden. Mein Mann meinte mal zu mir: Herrje ist das anstrengend zu arbeiten und Kinder zu haben! Das hätte ich nicht gedacht… Tja, seither funktioniert unser Zusammenleben irgendwie besser.

  24. […] FAZettelt (oder die 32 Kreise des Wahnsinns) […]

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