Ich habe heute keinen dummen Spruch für dich

Unter dem Hashtag #alsichschwangerwar schreiben seit einigen Tagen Frauen über ihre Erfahrungen mit ihrer Schwangerschaft. Besonders übergriffige Sprüche über die körperlichen Merkmale und das Essverhalten der Schwangeren haben sich als das Hauptthema herausgeschält. Und offensichtlich haben viele Frauen Dinge dieser Art zu hören bekommen:

Du bist schwanger. Wie schön. Ich habe mich schon gewundert, warum du dich so gehen lässt #alsichschwangerwar

„oh, das wird bestimmt ein christkind“ – „nein, ich habe noch bis februar.“ – „aber ganz schön rund schon!“ seufz #alsichschwangerwar

Werde ich auch so fett wie du? #alsichschwangerwar

30 SSW: „Na, zuviele Ostereier gegessen?“ + ein Pieks in den Bauch von der Verkäuferin im Schuhladen. Nicht witzig. #alsichschwangerwar

“Du kriegst nix, du wirst zu dick!” – eine Kollegin in der Kantine. Ich war bei 61 Kilo auf 1,78 m… #alsichschwangerwar

Kriegst du Zwillinge? #alsichschwangerwar

„Mein Frauenarzt sagte, mehr als 10 kg muss man nicht zunehmen. Alles andere ist angefuttert.“ Meine Mama zu mir 2008. #alsichschwangerwar

„Ich habe nie mehr als 60 kg gewogen, auch nicht in der Schwangerschaft!“ Schwiegermutter zu mir, 40.SSW, 25 kg Zunahme #alsichschwangerwar

Das Magazin der Süddeutschen Zeitung hatte vorher zum Thema einen Artikel zu Essstörungen in der Schwangerschaft veröffentlicht, mit alarmierenden Zahlen aus verschiedenen Studien, die zeigen, dass solche Fälle stark zunehmen – der Hashtag #alsichschwangerwar folgte als Reaktion darauf. Im Netz hat sich nun eine Art Gegenbewegung formiert, die kritisiert, dass durch Werbung und Mode postulierte Körperbilder als Ideal oder sogar als Norm empfunden werden. Und da liest man dann die zuweilen trotzig klingenden Erwiderungen:

#alsichschwangerwar war mein Lieblingsgericht Schweinshaxe oder Blut-und Leberwürste. Heute immer noch;(

#alsichschwangerwar hat die Frauenärztin sich jedes Mal gefreut,wenn ich wieder 1kg zugenommen hatte.40.SSW 25kg mehr und keine Diabetes.

Mehr Gewicht in der Schwangerschaft = sexy, weil fruchtbar! Das große Glück, einen Mann zu haben, der das so sieht… #alsichschwangerwar

#Alsichschwangerwar sah ich nicht aus wie eines der Models auf den Magazinen -dafür hatte ich jede Menge Spaß;-)!

Vor allem die Models sind das, wogegen man sich abheben will, denn die scheinen die zu sein, die für das unrealistische und ungesunde Körperbild verantwortlich sind, an denen „ganz normale“ Schwangere gemessen werden. Auch die Süddeutsche zählt die Frauen auf, die aus ihrer Sicht die Norm versauen:

Heidi Klum modelte nur fünf Wochen nach der Geburt ihres Sohnes Henry schon wieder in Unterwäsche. Michelle Hunziker moderierte vier Tage nach der Geburt von Tochter Sole ihre Satire-Show Striscia la notizia – in pinkem Minikleid und schlank wie eh und je. Und Designerin Victoria Beckham trug eine Woche nach der Geburt ihres vierten Kindes Harper wieder Größe 34.

Erklärend wird hinzugefügt, dass diese Frauen aller Wahrscheinlichkeit nach ihre Babies mehrere Wochen vor dem Entbindungstermin per geplanten Kaiserschnitt zur Welt gebracht hätten – nicht, dass das tatsächlich bekannt wäre, aber es wird unterstellt. Und auch Frauen, die durch Training ihren Körper nach der Geburt in eine bestimmte Form gebracht haben, werden kritisch beäugt:

[…] weiter am Body arbeiten. So lange, bis man wieder Bauchfrei-Selfies posten kann: Bei der norwegischen Spielerfrau Caroline Berg Eriksen dauerte es vier Tage. Charlotte Würdig, die Ehefrau von Rapper Sido, brauchte drei Monate, präsentierte dann aber immerhin auch einen richtigen Sixpack.

Und so kommt die Süddeutsche denn auch zu dem Schluss:

Dünne Promis treiben nicht gleich Scharen von Frauen in die Essstörung, hämische Kolumnisten lösen keine Massendepression unter Schwangeren aus, und dreiste Personal Trainer sind kein Grund für grassierende Sportsucht unter Müttern. Aber sie alle verändern das gesellschaftliche Bild der schwangeren Frau – und erhöhen den Druck.

In der Nido haut die Psychoanalytikerin Susie Orbach in ihrem Bemühen, Mütter vom Schlankheitsdruck zu befreien, in eine ähnliche Kerbe. Nach Victoria Beckham und Miranda Kerr kurz nach der Geburt ihrer Kinder gefragt, antwortet sie:

Ich finde das entsetzlich. Krank. Ich möchte mir das nicht anschauen.

Besonders Heidi Klum steht für „diese Art“ Frau und wird immer wieder genannt – und angefeindet. Auch auf Twitter:

“9 Monate kommt er, 9 Monate geht er.“ Und Heidi Klum ist doch eh ein Schreckgespenst. Pah. #babybauch #alsichschwangerwar

Aber Moment. Models im Allgemeinen und Heidi Klum im Besonderen sollen dafür verantwortlich sein, dass Schwangere sich mit einer Vielzahl verunsichernder oder beleidigender Sprüche konfrontiert sehen? Kann das wirklich sein? An dieser Stelle sollte einem doch etwas faul vorkommen.

Das Problem ist nicht Heidi Klum. Das Problem ist eine Gesellschaft, in der man sich herausnimmt, über Frauen und ihre Körper, und ganz besonders über schwangere Frauen und ihre Körper, zu reden, als wäre es ein öffentliches Ereignis, zu taxieren und zu bewerten, ungefragt Tipps zu verteilen, zu verurteilen, beschämen oder beleidigen. Vielleicht ist Heidi Klum ein Opfer dieses gesellschaftlichen Diskurses, vielleicht ist sie auch nur ein Profi, die ihren Beruf ernst nimmt und deshalb viel investiert, um ihr Kapital – ihren normschönen Körper – zu pflegen. Warum muss sie dafür verurteilt werden, von anderen, „normalen“ Frauen? Auch Heidi Klum ist letztlich nur eine Frau, die mehrfach schwanger war, und die in und nach diesen Schwangerschaften Entscheidungen für sich und ihren Körper getroffen hat. Und diese sind zu respektieren – auch von anderen Frauen.

Denn eines ist klar: So lange Frauen auf anderen Frauen herumhacken oder sich rechtfertigen, weil sie dick sind oder dünn, weil sie in der Schwangerschaft viel zunehmen oder wenig, weil diese abtreiben oder nicht, weil sie lange oder kurz oder gar nicht stillen, weil sie ihre Kinder zu Hause betreuen oder sie in eine Kinderkrippe schicken, nach der Geburt schnell wieder arbeiten oder zu Hause bleiben – so lange wird sich NICHTS daran ändern, dass über Frauen geredet wird, als gäbe es bei diesen Entscheidungen ein richtig oder falsch, als wäre das nicht einzig und allein die Entscheidung der betreffenden Frau. So lange wird nicht in Frage gestellt, warum überhaupt ständig und ausdauernd über die Köpfe der Betreffenden hinweg diese Fragen diskutiert wird. So lange merkt niemand, dass das das eigentliche Problem ist: Dass über Frauen geredet und geurteilt wird, und dass diese sich diesem Diskurs anpassen, indem sie entweder versuchen, bestimmte Erwartungen zu erfüllen, oder dies trotzig zu verweigern – aber auch das nicht, ohne sich zu erklären, rechtfertigen, entschuldigen.

Es geht also nicht darum, ob eine Frau dick oder dünn ist. Es geht darum, dass das Privatsache ist und man sich einfach verkneifen sollte, ungefragt dazu Stellung zu beziehen. Und deshalb kann auch Lob übergriffig sein. Die Berliner Zeitung schreibt in ihrem Artikel zum Thema:

Wieder andere haben – abermals glücklicherweise – genau das erlebt, was man sich als Schwangere wohl zu erleben wünscht: Eine Ermunterung zum Essen, ein Lob auf den schönen, dicken Bauch.

Nein. Ich als Schwangere habe mir vor allem eins gewünscht: Weiter als Person respektiert zu werden.

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20 Kommentare

  1. […] eine ähnliche Richtung geht auch der Beitrag von ‘Dr. Mutti’ namens ‘ich habe heute keinen dummen Spruch für dich‘: “Models im Allgemeinen und Heidi Klum im Besonderen sollen dafür verantwortlich […]

  2. […] geschrieben: Fuckmothers haben lesenswerte Links zum Thema zusammengestellt. Dr. Mutti hat heute keinen dummen Spruch für dich, und die verehrte Frau Mutti hat mal augeschrieben, warum sie froh ist, ohne Internet schwnager […]

  3. […] Dr. Mutti schreibt auch was zur debatte um schwangere und […]

  4. Danke…nicht dass ich solidaritätssehnsüchtig wäre, aber etwas mehr Ruhe fürs Gemüt als Ergebnis eines Prozesses wäre sicher nicht verkehrt.
    Andererseits finde ich dieses laute sichtbar-machen auch gerade richtig! Erstmal laut werden um dann die Ruhe wiederzufinden!
    Heidi Klum als Person wird einfach mal kritisiert hinsichtlich ihrer Entscheidungen. Wie viele andere auch. Als Frau und Mutter trifft sie das vielleicht gar nicht (denke, sie kriegt das kaum mit), aber als Figur in den Köpfen der anderen hat sie jetzt vielleicht etwas Glanz verloren.

    Letztendlich darf jede Frau entscheiden, was für sie und ihre Familie das Beste ist und es geht tatsächlich niemanden etwas an. Nur solange das ganze einseitig geführt wird, bin ich gern bereit, die Vorbilder anzugreifen, die in diesem speziellen Fall mehr Schaden anrichten als Nutzen.

    Wir sollten erwachsen werden und uns alle von den „Übermüttern“ lösen, die uns im Nacken sitzen und mit dem schlechten-Gewissen-Bohrer den Tag versauen.

  5. Toller Artikel.
    Ich selbst war nie schwanger, habe ähnliche Sachen aber bei vielen Freundinnen um mich herum mitgekriegt.
    Es gibt auch noch das Phänomen, dass man als nicht-schwangere Frau mit einem etwas runderen Bauch, gern wohlwollend mit „ach, wann kommt es denn“ angesprochen wird.
    Im Studium habe ich in einem Bekleidungsgeschäft an der Kasse gejobbt, auch in der Kinderabteilung.
    Dort war es lustig, denn ich wurde öfters zu meinem „Babybauch“ beglückwünscht und in Baby-Gespräche einbezogen. Manchmal habe ich es dann aufgeklärt, dann war es den anderen oft furchtbar peinlich, weil sie ja meinen „dicken Bauch“ so falsch gedeutet hatten.
    Sie meinten, sie hätten mich gekränkt, und ich muss auch zugeben, dass es mich damals gekränkt hat, denn ich mochte meinen Bauch nicht.
    Ich musste für mich selbst lange daran arbeiten, meinen runden Bauch auch ohne Baby drin als „ok“ annehmen zu lernen, ich finde das immer noch schräg, dass es im Rahmen einer Schwangerschaft akzeptabel (da unvermeidbar) ist, runder zu sein, aber ohne Schwangerschaft wird es problematisiert.

  6. Hans-Jürgen · · Antwort

    Ich habe MS und dem geschuldet ein katastrophales Gangbild. Bin also ständig „Blicken“ ausgesetzt oder ein Besoffener ruft mir auch schon mal in der U-Bahn todesmutig „Krüppel!“ hinterher.

    Nicht, dass ich eine Schwangerschaft mit (m)einer Krankheit gleichsetzen will. Mir will nur nicht in den Sinn, was übergewichtige Frauen dermaßen verunsichert, dass sie so nach positiver Resonanz gieren. Wenn doch auf der Hand liegt, dass Gewichtsdebatten grundoberflächlich, ja nichtssagend sind und Persönlichkeitsbewertungen jenseits der Gewichtsfragen stattfinden. Jemand, der mich nach meinem Gangbild oder einen Schangere/Übergewichtige nach ihrem Gewicht beurteilt, ist doch bar jeder Relevanz; wie kann solch ein Urteil dann zu solcher Aufregung führen?!

    Ich finde das verräterisch. Es deutet in meinen Augen darauf hin, dass frau sich gar nicht so wohl fühlt in ihrer Haut, wie sie vermitteln will. Wär sie ausgependelt, gingen ihre solche dämlichen Bemerkungen knapp am besonders runden Po vorbei.

    Meine beste Freundin beklagte ihre „Wampe“ und ihre schweren Brüste während ihrer Zwillingsschwangerschaft übrigens sehr überzeugend und wurde nicht müde zu erwähnen, wie wohl sie sich in ihrem Leib wieder fühlte, als sie entbunden und dann auch abgestillt hatte.

    1. @ Hans-Jürgen
      Nein, sehr viele Frauen fühlen sich kein bisschen wohl in ihrer Haut und stehen ständig beobachtend neben sich. Sogar wenn sie, von außen betrachtet, absolut „makellos“ sind.
      Wir sind aufgewachsen mit der Grundannahme, dass sich unser Wert hauptsächlich danach bemißt, wie wir aussehen, bzw. wie andere unser Aussehen beurteilen. Das sitzt tief, auch wenn wir es heute (manchmal) besser wissen.
      Aber darüber nachzudenken und zu reden hilft!

  7. ehrlichgesagtistdasmeinleben · · Antwort

    Der öffentliche Bauch. Famoser Artikel. Vielen Dank dafür!

  8. Dieser Abschnitt ist meiner Meinung nach der wichtigste. Das drückt genau das aus was auch ich denke:
    “ So lange Frauen auf anderen Frauen herumhacken oder sich rechtfertigen, weil sie dick sind oder dünn, weil sie in der Schwangerschaft viel zunehmen oder wenig, weil diese abtreiben oder nicht, weil sie lange oder kurz oder gar nicht stillen, weil sie ihre Kinder zu Hause betreuen oder sie in eine Kinderkrippe schicken, nach der Geburt schnell wieder arbeiten oder zu Hause bleiben – so lange wird sich NICHTS daran ändern, dass über Frauen geredet wird, als gäbe es bei diesen Entscheidungen ein richtig oder falsch, als wäre das nicht einzig und allein die Entscheidung der betreffenden Frau. So lange wird nicht in Frage gestellt, warum überhaupt ständig und ausdauernd über die Köpfe der Betreffenden hinweg diese Fragen diskutiert wird. So lange merkt niemand, dass das das eigentliche Problem ist: Dass über Frauen geredet und geurteilt wird, und dass diese sich diesem Diskurs anpassen, indem sie entweder versuchen, bestimmte Erwartungen zu erfüllen, oder dies trotzig zu verweigern – aber auch das nicht, ohne sich zu erklären, rechtfertigen, entschuldigen.“
    Vielen Dank.

  9. Dabei sind zwei Tweets von mir und diese Sprüche wurden von Frauen abgelassen. Ebenso sämtliche böse Blicke und dumme Sprüche, ebenso der blockierte Sitz im Bus, wo ich der Frau erst sagen musste ich benötige den Sitzplatz (ich konnte da gerade noch laufen, die Woche drauf musste ich liegen…).
    Wir reden nicht miteinander, wir reden übereinander und klammern „die andere“ gerne aus. Es gibt die Front „Du Darfst-ich will so bleiben wie ich bin“, es gibt die Front die laut „Fett! Du bist Fett!“ ruft und diejenigen, die in schönen Fremdwörtern auf die ganze politische Unkorrektheit hinweisen. Der Diskurs wird zum Zickenterror, bis ein Herr Redaktionsfuzzi sich dessen erbarmt und was dazu kritzelt, wo sich wieder ein paar Frauen und Männer die Köpfe einschlagen. Au ja.
    Fakt ist: Respekt ist fällig, immer und gegenüber jeder Person, solange bis diese sich dämlich genug verhält, selbiges nicht mehr zu bekommen. Trotz vieler dämlicher Sprüche – es hat sich keiner je getraut, mich anzugrabbeln. Der oder die hätte ich tätlich angegriffen, das habe ich wohl ausgestrahlt.
    Ach ja, und die Norm irgendwie sein zu müssen: Wir beugen uns dem. Jeden Tag, mit jedem Einkauf an dem wir die Kalorien vergleichen, in dem wir sagen: Oh, das sollte ich jetzt nicht mehr essen, scheiß drauf, wem muss ich denn beweisen – längst ist das alles verkorkst. Ich kenne keine Frau die nicht latent eine Eßstörung hat, und ich habe auch eine, wäre fast magersüchtig geworden.

    Eine Freundin von mir flippt bei Feminismus als Begriff total aus, ist dabei die engagierteste FrauenförderIn die ich kenne. Tun statt reden, schätze ich.

    Ach, noch ein bonmot: Ich erzählte neulich, dass mein Sohn so schön wie der Vater und so intelligent und faul wie ich sei (ich bezog es auf die Motorik…). Es kam sofort der Spruch, dass ich wohl wenig bescheiden sei?
    Den Spruch hätte ein Mann niemals bekommen. Ich habe mich nicht gerechtfertigt und nichts weiter dazu gesagt. Warum auch… Pffft.

  10. […] Ich habe heute keinen dummen Spruch für dich […]

  11. […] Ich habe heute keinen dummen Spruch für dich: […]

  12. Guter Beitrag. Als Mann bin ich da zwar in einer anderen Situation, weiß aber von meiner Frau, dass die Öffentlichkeit des schwangeren Körpers (sei es für Kommentare oder zum Anfassen) echt nerven kann. Aaaabeer: Man darf Klum & Co meiner Meinung da genau wegen Wunschkaiserschnitt, Mommy Makeover und Dauernanny für schön viel Workout nicht aus der Verantwortung nehmen. Jede normale Frau, die sich das nicht leisten kann, fühlt sich da leicht unter Druck gesetzt. Was o.g. Situation sicher nicht leichter macht.

  13. Sicher, dass es keine Zwillinge sind?! Ich kann es nicht mehr hören! Musste ich auch die ganze Schwangerschaft über anhören und tapfer lächeln, weil die Leute sich für so unglaublich witzig hielten. Mein Bauch schlappert übrigens nach drei Monaten nach der Geburt des zweiten Kindes immer noch. Ich kaufe mir jetzt einen Badeanzug und motte den Bikini ein.

  14. Sehr passend dazu folgendes Video: http://www.womenyoushouldknow.net/fotoshop-by-adobe/
    Ich hatte zwei Schwangerschaften und den größten Teil des zusätzlichen Gewichtes durch das Stillen wieder abgebaut. Nach den Stillzeiten war ich jedes Mal dünner als jemals zuvor. Hat leider beide Male nicht sehr lange angehalten 😉
    Aber dieser Körperwahn ist doch Irrsinn! Nach einer Geburt muss sich doch auch erstmal die Gebärmutter wieder zurückbilden. Kann mir keiner erzählen, dass das in ein paar Tagen erledigt sein soll…

  15. Als ich schwanger war, habe ich vom 3. Monat bis zum Tag der Geburt gekotzt und war nachher 10 kg leichter als zuvor. Darum sind mir diese Sprüche auch erspart geblieben – aber die unglaubliche Distanzlosigkeit von Wildfremden, die einem mehr oder weniger auf den Bauch lange, das hat mich auch erwischt. Da war ich erst mal sprachlos – geht’s noch? Als Schwangere wird man offenbar als Allgmeingut gehandelt. Ich kann mir vorstellen, dass das tief verwurzelt ist – die Schwangere ist die Zukunft des Stammes oder so -, aber heute darf man sich schon ein bisschen Benehmen auferlegen, wenn man eine Schwangere sieht und sie noch so gern betatschen möchte!

  16. […] eine ähnliche Richtung geht auch der Beitrag von ‘Dr. Mutti’ namens ‘ich habe heute keinen dummen Spruch für dich‘: “Models im Allgemeinen und Heidi Klum im Besonderen sollen dafür verantwortlich […]

  17. […] Dr. Mutti – Ich habe heute keinen dummen Spruch für dich […]

  18. Danke für diesen differenzierten Blick auf das äußerst undifferenziert diskutierte Thema! Liebe Grüße, Friederike

  19. Margret · · Antwort

    Der dümmste Spruch, den ich gehört habe: Bei meiner ersten Schwangerschaft hatte ich richtig üble Schwangerschaftsdepressionen und es ging mir recht mies. Darauf meine damalige Frauenärztin „Nun seien Sie halt endlich glücklich. Andere Frauen können keine Kinder bekommen.“ Ja. Danke. Bringt mir in dieser Situation und auch diesen Frauen unglaublich viel. So ein dummes Klischeedenken von „Schwangere müssen glücklich sein“, das schwangere Frauen unglaublich unter Druck setzt.

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